Der polnische Überwachungsmarkt 2016 mit Augen der Lieferanten

Der polnische Überwachungsmarkt 2016 mit Augen der Lieferanten

dwlodarczyk
10 März 2016
Der polnische Überwachungsmarkt 2016 mit Augen der Lieferanten

379 Mio. Dollar wird im Jahr 2018 der polnische Fahrzeugüberwachungsmarkt wert sein. Wir haben die Vertreter der Branche gefragt, was sie über die nächste Zukunft denken.

IDC schätzt, dass der Internet of Things- Markt sich dynamisch entwickeln wird. Den größten Teil des IoT in Polen sollen Dienstleistungen verbunden mit der Überwachung von Fahrzeugen ausmachen. Das sind sehr gute Prognosen für die Telematik-Lieferanten – sowohl der großen als auch dieser, die erst in den Startlöchern stehen und auf die ersten 1000 überwachten Wagen warten. Wir haben Geschäftsleiter und Manager der polnischen Unternehmen gebeten uns Auskunft über Änderungen und die Richtungen der Branchenentwicklung zu geben.

Piotr Jakubowski, Vorstandsvorsitzende bei Finder S.A.

„Im Zusammenhang mit der beschleunigenden Konsolidierung des Telematik-Weltmarktes, ist in den nächsten Monaten auf dem polnischen Markt ein Zugang eines internationalen großen Spielers zu erwarten. Ein Platz für ihn wird sich finden, weil die Sättigung des polnischen Marktes mehrere Male niedriger ist als z.B. die in Gro-britannien, Belgien oder Holland. Polen ist ein großer, ökonomisch wachsender Markt, deshalb ist es eine interessante Richtung für globale Konzerne. Wenn es um Unternehmen geht, die bereits auf unserem Markt tätig sind, kann man zwei Trends beobachten: Unternehmen, die dutzende Tausende Assets haben, erleben eine Stagnation – ihr ARPU fällt und ihr Churn wächst, u.a. auf Grund des Wettbewerbs. Viele von ihnen haben ihre Investitionen auf Eis gelegt und versuchen ihr Finanzergebnis zu retten. Dagegen fangen Unternehmen, die relativ kurz auf dem Markt sind, eine aggressive Politik führen und ein paar Tausend Assets haben, an Probleme mit ihren Finanzergebnissen zu haben. Die Zunahme an Kunden ist zu niedrig um die Rentabilität bei einem relativ niedrigem ARPU, zu gewähren. Die Strukturkosten dieser Unternehmen sind im Gegensatz zu ihren Einkommen zu hoch. Es kommt die Frage auf, ob die Eigentümer dieser Unternehmen diese Lage weiter akzeptieren wollen oder den Verkauf der Unternehmen in Anbetracht ziehen”.

Mariusz Stasiak, Vorstandsvorsitzende bei Emapa S.A.

„Alles deutet darauf hin, dass in der nächsten Zeit keine wesentlichen Änderungen in der Verteilung des Marktes stattfinden werden. Kleinere Unternehmen werden sich für einfachere und billigere Lösungen entscheiden, auch wenn einige Funktionalitäten auf der Strecke bleiben. In der längeren Perspektive ist die Entwicklung von Benutzerfreundlichen, einfachen Weblösungen und mobilen Dienstleistungen, die mit der „Wolke“ verbunden sind, vorhersehbar. Die Vorschläge der Hersteller, in diesem Rahmen, werden immer mehr multifunktional sein und die Einzelmodule an konkrete Kundenbedürfnisse angepasst. Wir werden das kaufen, was wir wirklich als erforderlich halten, was wir nutzen werden um für ungenutzte Attribute nicht zu bezahlen. Die Fleet Manager und Entscheider in Transportunternehmen sind sich immer öfter Bewusst, dass solche Systeme die Optimierung der Tätigkeit, die effektive Ausschöpfung der Ressourcen und im Endeffekt Ersparnisse bringen“.

Bartłomiej Dębski, Vorstandsvorsitzende bei Cartrack Polska

„Der Flottenüberwachungsmarkt wird 2016 großen Marktänderungen unterliegen. Die so genannte „leisen Revolution“ wird ihre Auswirkungen nicht nur auf rechtliche Änderungen sondern auch auf das wachsende Bewusstsein der Unternehmer haben. Die Vertreter der Unternehmer haben endlich verstanden, dass die neuesten Firmenwagenlösungen nicht nur für die großen Spieler gedacht sind. Natürlich waren große Unternehmen die wesentlichen Abnehmer des Flottenmarktes 2015. Doch eine ständig wachsende Zahl der kleinen und mittleren Unternehmen entscheidet sich für die Einführung von weitentwickelten Verwaltungssystemen, was eine positive Marktänderung darstellt. Wir dürfen nicht vergessen, dass kleine und mittlere Unternehmen die starke Seite der polnischen Wirtschaft sind. Wir wollen den Kunden, egal ob groß oder klein, eine Unterstützung bei der Unternehmensverwaltung und der Optimierung der Prozesse bieten. Der Trend, den wir festgelegt haben, hat sich bewährt und wir werden ihn in den nächsten Jahren konsequent verfolgen.

Mateusz Gniewek, Brand Manager bei GPS Guardian

„Das Bewusstsein, wenn es um die Vorteile bei der Nutzung von Telematik geht, wird wachsen. Die Telematik wird als Hilfestellung bei Geschäftsprozessen angesehen werden, nicht mehr wie Überwachung. Der Markt wir um neue OBD-Sender mit eingebauten Wi-Fi-Routern bereichert werden. In den Medien wird immer mehr Druck auch Ökologie gelegt. Die Umweltverschmutzung in Polen hat zu einigen lauten Smogmeldungen geführt. Unternehmen, sollten im Rahmen der sozialen Geschäftsverantwortung, diesen ruhmlosen Trend zur Steigerung der proökologischen Aktivität nutzen. GPS-Systeme tragen langzeitig zur Senkung der Auspuffgasemission bei”.

Dariusz Kwakszys, IT Manager bei Gannet Guard Systems

„Die Überwachungsbranche hat sich in den letzten 10 Jahren wesentlich geändert. Am Anfang haben die GPS-Systeme Grundinformationen wie: Lokalisierung des Fahrzeuges, Geschwindigkeit und die zurückgelegten Strecken gegeben. Heute erwarten die Kunden von den Dienstleistern weitentwickelte APPs, die nicht nur die Kontrolle über die Wagen erlauben, sondern vor allem, messbare Ersparnisse bringen und die Arbeit der mit GPS ausgestatteten Fahrzeuge erleichtern. Die Unternehmen verbinden sich um den Kunden einen Komplettservice zu bieten. Der Markt entwickelt sich stets und die Anfrage auf Überwachungsdienstleistungen wird ständig wachsen”.

Quelle: clmag.pl

 

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