Diebe wenden die „Schläfer”-Methode

awojcieszek
19 Dezember 2014
Diebe wenden die „Schläfer”-Methode

3 Uhr nachts, aufgebrochene Fenster, geklaute Autopapiere und Autoschlüssel und der vor dem Haus geparkte Wagen ist weg. So sieht die diebische „Schläfer”-Methode aus, vor der man sich kaum wehren kann. Das Auto lässt sich jedoch wiederbeschaffen, unter der Bedingung, dass es mit einem entsprechenden System abgesichert worden ist.

Diebe bereiten sich wochenlang auf einen Autodiebstahl vor, sie beobachten ihre Opfer und analysieren ihre Lebensgewohnheiten. Manchamal greifen sie auf Informationen von Drittpersonen zurück z.B. von Mitarbeitern der Renovierungsunternehmen, Monteuren und anderen Fachleuten – manchmal auch von den Anwohner selbst. Bewusst oder unbewusst liefern sie den Verbrechern Informationen über die Sicherungen, Alarme und Wertsachen, welche sie besitzen sowie Informationen um welche Uhrzeit die potentiellen Raubopfer von der Arbeit oder der Schule nachhause kommen, in welchen Räumen sich ihre Schlafzimmer befinden und um wann sie schlafen gehen.

Nach dem die Diebe Informationen zu der beobachteten Familie gesammelt haben schreiten sie zur Tat über. Sie rauben meistens zwischen 2 und 5 Uhr nachts, weil dann der Schlaf am tiefsten ist. Die Täter brechen meistens durch das eingebrochene und durchbohrte Fenster oder die Balkontür ein. Die „Schäfer”-Methode ist riskant, doch sie macht sich bezahlt. Die Autodiebe wählen hauptsächlich Familien aus, die teure Autos besitzen. Das Ziel ist es das Fahrzeug zusammen mit den Autoschlüsseln und den Autopapieren zu entwenden.

Die „Schäfer”-Methode ist bei der „Diebeselite” beliebt. Die Einbrecher analysieren das Gelände und sind auch in neueste Technologien ausgestattet wie elektronische Geräte die zum starten von Fahrzeugen dienen, GPS/GSM-Signalstörer oder Scanner zum Abhören der Polizeifrequenzen.

Kann man sich vor dem Raub schützen? Die Chancen sind gering, aber man kann versuchen die Sicherheit zu erhöhen und das Risiko eines Sachverlustes zu minimieren. Antidiebstahlsysteme bieten heute keine genügende Sicherheit. Man sollte eine Anwendung von fortgeschrittenen Lösungen, die auf Radiotechnologien basieren und resistent gegen Störer sind, erwägen. Diese Lösungen sind am wirksamsten, dies belegen sogar die Spezialisten der Polizeieinheiten, die den Autodiebstahl bekämpfen.

Fahrzeuge, die mit einem Radiosystem ausgestattet sind werden mit einer Genauigkeit von bis zu ein Paar Zentimetern geortet und wiederbeschafft. Fahrzeuge, die keine Sicherungen haben sind einfache Beute für Diebe und werden meistens in Einzelteile zerlegt (und ihre Spur verschwindet), oder sie gelangen hinter die Ostgrenze.

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