Einfacher, weil mobil

dwlodarczyk
10 März 2016
Einfacher, weil mobil

Wie aus dem Ericsson ConsumerLab 2015 – Rapport hervorgeht, machen die Polen immer mehr Gebrauch von mobilen Geräten, d.h. von Smartphones und Tablets. Die Zahl der Personen, die mindestens einmal pro Woche ein Smartphone benutzten, hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt und liegt bei 76% der Bevölkerung.

Es ist offensichtig, dass Smartphones sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Auf dieser Grundlage kann man leicht das wachsende Interesse an mobilen Dienstleistungen hervorsehen. „Der Elektronikgerätemarkt in Polen ist immer noch nicht so gesättigt wie in den westlichen EU-Ländern. Wir sind jedoch auf gutem Wege um im nächsten Rapport * zu zeigen, dass die polnischen Nutzer, wenn es um den Gebrauch von neuartigen Technologien geht, den europäischen Spitzenrang eingeholt haben . Viel hängt von der Entwicklung der Infrastruktur der Mobilfunkanbieter ab. Dank derer die User sich eines schnelleren Mobilinternets, basierend auf 4G und LTE, erfreuen können” – meint Katarzyna Pąk, Marketing- und Kommunikationsdirektor bei Ericsson.

Handys mit Internetanschluss sind heute nicht nur ein Kommunikations- und Unterhaltungswerkzeug. Sie sind auch bei der Arbeit hilfreich – dank ihnen kann man Aufgaben, wie die Flottenverwaltung (darunter die Kontrolle der zurückgelegten Strecken, die Berichterstellung über das Verhalten der Fahrer), planen und erledigen, was im Effekt zur Erhöhung der Effektivität und der Kostenreduzierung führt.

In der Branche

Die Führung eines Transportunternehmens ist keine leichte Aufgabe – man braucht viel Zeitaufwand, Energie und andere Bestände. Die wachsenden Marktanforderungen und die Konkurrenz zwingen die Firmenbesitzer neue Lösungen zu suchen und die Aktivitäten der Flotte zu kontrollieren. Hilfreich dabei sind sicherlich neuartige EDV-Werkzeuge.

„Neue Technologien sind keine Flausen, sondern Werkzeuge, nach denen, immer öfter, LKW-Besitzer oder Personen greifen, die für Flotten zuständig sind. Es überrascht nicht, da das Ergebnis der Einführung von Dienstleistungen, die auf mobilen APPs, der Wolke oder dem GPS-Überwachungssystemen basieren, reale Ersparnisse bringen, durch, sei es auch, eine bessere Verwaltung der Wagenflotte und der Mitarbeiter. Mit Hilfe der APP kann der Nutzer den Standort der Fahrzeuge prüfen, eine Zusammenstellung der ausgeführten Fahrten vorbereiten, wichtige Mitteilungen anzeigen. Die mobile Verwaltung ist für einen Manager eine tolle Lösung. Die Möglichkeit von jedem Ort auf der Welt aus und um jede Uhrzeit einzugreifen erlaubt Kosten zu sparen und die Logistikprozesse zu optimieren. Fahrzeuge, die stehen, kein Geld verdienen, Maschinen, die auf dem Bau nicht eingesetzt werden, die keine Einnahmen bringen – die APPs können solche Situationen verhindern. Was relevant ist, ein Teil der Programme arbeitet von der Wolke aus, im Endeffekt sind alle Daten im Netz, das System aktualisiert sich automatisch und läuft auf jedem Gerät. Die Software speichert Informationen automatisch, was einen unvorhersehbaren Verlust der Daten ausschliesst” – erklärt Maciej Pobocha vom „Connected Life Magazine”.

Die Optimierung des Flottengeschäfts

Nicht seit heute ist bekannt, dass eine optimale Flottenverwaltung und die damit verbundene Optimierung der Fahrten einer effektiven Kommunikation und eines schnellen Informationsflusses zwischen den Fahrer und dem Dispatcher bedarf. Die dazu in den Fahrzeugen angelegten Geräte müssen den Fahrern eine bequeme Nutzung bieten und eine Lösung zur optimalen Streckenbewältigung darstellen .

Aus diesem Grund ist das Potential von Überwachungssystemen bei der Flottenverwaltung so groß. „Noch vor kurzem haben Überwachungssysteme nur Grundinformationen über die Lage des Fahrzeuges, dessen Geschwindigkeit oder die zurückgelegte Strecke gegeben. Doch die Kunden erwarten heute von den Dienstleistungsgebern hochentwickelte APPs, die nicht nur die Kontrolle über die Fahrzeuge ermöglichen sondern, vor allem, zu messbaren Ersparnissen beitragen und die Arbeit der Wagennutzer, die mit GPS-Systemen ausgestattet sind, erleichtern. Wenn es um den polnischen Markt geht, so erfreuen sich Systeme mit der Treibstoffkontrolle und der daraus wirkenden Ersparnissen, stets großen Interesses. Immer mehr an Bedeutung gewinnt die Kontrolle des Fahrstils der Fahrer und die Änderung der schlechten Angewohnheiten, was sich direkt auf die Ökonomie der Fahrt und die Amortisation des Wagens auswirkt. Die Zukunft liegt in der Integration der Überwachung mit anderen Systemen, z.B. mit Transportbörsen. Wichtig ist auch die Kommunikation mit dem Fahrer über gegebene APPs” – meint Dariusz Kwakszys, IT Manager bei Gannet Guard Systems.

 

Inclusive der Navi

Bei der Optimierung der Kosten, Routen und Fahrten sind auch „neuartige” Navis hilfreich. Fortgeschrittene Navis mit aktuellen Infos über Verkehrshindernisse, aber auch Lösungen für LKW-Fahrer, sind eine Ergänzung des Flottenüberwachungssystems. „Der Navigationsmarkt für LKWs, Wohnmobile und Busse entwickelt sich dynamisch. Das Jahr 2015 hat dies bestätigt”. Kunden kennen nicht nur den Unterschied zwischen einer „einfachen” und einer professionellen Navi, in die man das Fahrzeugprofil eingeben kann (Höhe, Gewicht, gefährliche Fracht, Dampfgasemission usw.). Sie fragen auch nach zusätzlichen Lösungen. Eine zeitlich unbegrenzte Aktualisierung der Landkarten für LKWs oder ein TMC-Stauausweichsystem ist heute schon Standard bei der Becker Navi. Die neueste Lösung „die Neigung des Geländeprofils“, dank der der Fahrer alternative Routen, inklusive der Änderung von Neigung und Höhe, prüfen und vergleichen kann, ermöglicht dem Fahrer eine schnelle Beurteilung und Wahl der richtigen Strecke, ohne Überraschungen, gerade während der Winterzeit. Diese Lösung ist auf Anfrage der Kunden entstanden”- sagt Marek Krygier, Manager der Marke Becker.

Das Unternehmen Becker bietet derzeit auch einige Modelle der Becker Transit Navi an, die für Spezialfahrzeuge gedacht sind. Sie unterscheiden sich durch die Bildschirmgröße (5″, 6″ i 7″) und solcher Funktionalitäten wie der Anschluss einer Rückwärtsfahrtkamera, des TMC Premium oder der Blitzerliste.

Man kann sagen das Unternehmen Garmin ist einen Schritt weiter gegangen und hat auf Grund seiner Erfahrung im Bereich der Navigation ermöglicht, dass die Geräte Fleet 660 und 670 zur Flottenverwaltung eingesetzt werden können. Garmin nutzt hierbei die Elastizität des Android-Systems (die Möglichkeit neue APPs und Werkzeuge, angepasst an individuelle Bedürfnisse der Kunden zu schaffen).

Ein Beispiel der Nutzung von Garmin-Geräten bei der Flottenverwaltung ist die frameLOGIC-Lösung, dank derer man u.a. ein Verzeichnis der Fahrzeuge und Fahrer führen, die Arbeitszeit der Fahrer und den Treibstoffverbrauch kontrollieren, die Arbeitsaufträge verwalten sowie (Neuheit) das Feedback an den Dispatcher über die angenommene Ankunftszeit (ETA) geben kann.

Auf einem großen und lesbaren Bildschirm zeigt die Navi aus der Fleet-Serie (mit der zeitlich unbegrenzten Landkartenaktualisierung) dem Fahrer die Strecke auf intuitive Weise an, indem sie als Hinweise erkennbare Orientierungspunkte, Gebäude und Ampeln anzeigt (z.B. an der nächsten Ampel bitte links abbiegen), der aktive Spurassistent dagegen, gibt mit Stimmmeldungen die am besten geeignete Spur für die Strecke an. Die Kreuzungsansicht BirdsEye ermöglicht einen detaillierten Blick auf die Ausfahrten, als ob man von oben schauen würde. Daneben zeigt die Kreuzungsansicht PhotoReal realistisch die Kreuzung und die Ausfahrten mit der umgebenden Landschaft.

Das Gerät Fleet670 erlaubt eine personalisierte Wahl der Strecke, der Größe und dem Gewicht des Fahrzeuges nach. Es warnt vor: der Höhe der Brücken, der Gewichtbegrenzungen, scharfen Kurven, steile Abfahrten, alles was für LKWs relevant ist. Die Landkarten beinhalten auch eine umfangreiche POI-Punktedatenbank, was die Wahl der besten Park- und Erholungsorte ermöglicht. Sie zeigen auch Dienstleistungspunkte an.

Viele Lösungen

Daimler FleetBoard bietet den Kunden viele verschiedene APPs für Mobilgeräte. Eine der Neuheiten ist die FleetBoard Driver.app, die die Fahrzeit und die Pausen während der Fahrt analysiert und detaillierte Informationen über die Fahrtweise des Fahrzeugs liefert. Bisher hatten nur die Unternehmensbesitzer oder Fleetmanager Zugang zu solchen Informationen.

Heute können die Fahrer mit Hilfe der auf Android basierenden, kostenlosen FleetBoard Driver.app (bei Google Play erhältlich) ihre eigene Bewertung des Fahrstils prüfen und selbstständig Dienstleistungen im Bereich der Zeitverwaltung nutzen. Auf Grund der Bewertung des Fahrstils durch FleetBoard (Fahrer, die den Wagen vorhersehbar führen und stets die gleiche Geschwindigkeit erreichen, bekommen die höchste Bewertung in dem Fahrstilbewertungssystem FleetBoard) liefert die APP dem Fahrer laufend Informationen über den Fahrstill während der zuletzt zurückgelegten Strecken. Auf dem Bildschirm erscheint nicht nur die Generalnote, sondern auch Teilbewertungen: Vorhersehbarkeit oder die Beschleunigung und das bremsen.

Die Time Manager-Funktion ermöglicht dagegen die Verfolgung wieviel Zeit für die Arbeit und wieviel für Pausen gewidmet wurde. Es zeigt die übriggebliebene Fahrzeit bis auf die Minute genau, sowohl wenn es sich um die Tageszeit als auch um die Wochenzeit handelt. 30 Minuten vor dem Zeitablauf bekommt der Fahrer ein akustisches und ein optisches Signal – er kann auch ein Zeitfenster für den Alarm definieren, so dass er sich vorab schon nach einer geeigneten Haltestelle umsehen kann.

Darüber hinaus hat die APP zusätzliche Funktionen, die nach dem Fahrtende nützlich sind. Ein Digitaltrainer zeigt Übungen zur Streckung der Hals-, Schultern-, Arm- und Bauchmuskeln, sowie des oberen und unteren Teils des Rücken. Die Nutzer können auch notieren was sie gegessen haben und wie weit sie beim Spaziergang gelaufen sind. Mit Hilfe der Sozialsektion My Community kann der Fahrer mit anderen Fahrern kommunizieren und sich austauschen.

Anpassung der Reifen

TireInteractive – ist eine APP für das iPad (über das AppStore erhältlich), die von Continental für OEM-Kunden im Nutzfahrzeugsektor erschaffen wurde. Das wesentliche Element der APP ist die Suchmaschine Continental TireFinder, die an die Bedürfnisse der individuellen Anforderungen der LKW- und Busproduzenten angepasst wurde. Dank diesem interaktivem E-Werkzeug ist die Anpassung der entsprechenden Reifentypen an die Nutzfahrzeuge möglich und das aus dem ganzen Continental-Angebot, in Anlehnung an wesentliche Parameter der Reifen, wie z.B. Größe, Typ, Bestimmung der Bereifung oder die Transportart.

Man kann sich über die APP auch mit der Beschreibung aller Reifentypen, die für OEM-Produzenten gedacht sind und sich in dem Continental-Angebot befinden, bekanntmachen – darunter mit der dreidimensionalen Projektion, der technischen Dokumentation, den Produktbroschüren und zusätzlichen Materialien, wie z.B. dem schon bekannten Katalog der Technischen Daten im PDF-Format.

TireInteractive soll die Effektivität der Verkaufsaktivitäten fördern und eine reale Unterstützung für Kunden und Kundenberater im OEM-Sektor darstellen. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter der Verkaufsabteilungen, dank dieser Lösung, Zugang zu aktuellen Informationen über die Produkte, die sie über das Ipad ablesen und als Email direkt an die Endkunden versenden können. Gegenwärtig ist das Angebot der APP an Fahrzeuge der Marke DAF, Iveco, MAN, Mercedes-Benz Trucks, Renault Trucks, Scania und Volvo Trucks gerichtet.

Mobil auf Autobahnen

Die Generaldirektion der Landstraßen und Autobahnen (GDDKiA)  hat zusammen mit dem viaToll –Systemanbieter, anhand der durchgeführten Forschungen, eine mobile APP zur Verwaltung des Accounts im Bereich des viaToll-Systems erschaffen. Die APP ermöglicht den Zugang zu Informationen über den Stand des Vorauszahlungsbilanzsaldos (darin des anonymen viaAuto-Accounts), die Aufladung des Accounts mit Hilfe einer Zahlungs- oder Flottenkarte, die Festlegung der kürzesten Strecke bis zur nächsten Kundenbedienungsstelle sowie die Zusammenstellung der Hauptinformationen über den Vertrag.

Während der Erschaffung der APP war es wesentlich die Sicherheit der Kundenangaben zu gewähren, deshalb entspricht die APP den Bankenstandards. Zusätzlich wurde sie mit vielen Funktionalitäten ausgestattet, die das höchste Niveau an Sicherheit (der Personenangaben sowie der Daten über das Aufladen des Accounts) sicherstellen. Die Programmierer haben u.a. ein Mechanismus des automatischen Ausloggen nach einer festgelegten Zeitdauer, die Verschlüsselung der SSL-Verbindung sowie die Sperrung des Systems für 30 Minuten nach 20 fehlgeschlagenen Einloggversuchen, angewandt.

Die viaToll-APP ist für Geräte mit dem Android-System (u.a. die 2.3 Version, die man bei Google Play runterladen kann) sowie iOS (die mindestens 7.0 Version, bei Apple iTunes runterladbar) erhältlich. Man kann sie sowohl über das Smartphone sowie das Tablet nutzen. Man arbeitet gegenwärtig an einer Version für Geräte mit Windows-System.

Quelle: //hewea.nazwa.pl/samochody

 

 

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