GPS im Dienst des Flottenmanagers

dwlodarczyk
20 November 2015
GPS im Dienst des Flottenmanagers

Ohne die GPS-Technologie kann man sich heute die Flottenverwaltung kaum vorstellen. Es geht hier auch nicht nur um die Möglichkeit der Fahrzeugortung, sondern um weit mehr, Lösungen, die die Arbeit erleichtern.

GPS wird meistens mit der Satellitnavigation und Fahrzeugortungslösungen verbunden. Es kann nebenbei feststellen ob der Fahrer sich dort befindet wo er sich befinden soll, somit prüft es seine Arbeit. Dies sind nicht die einzigen Möglichkeiten des Globalen Positionierungssystems. Mit dem GPS sind viele Dienstleitungen und Technologien verbunden, dank denen die Arbeit des Flottenmanagers einfacher sein kann – und das erheblich.

Navi als Standardprodukt und immer bessere Landkarten

Um etwas überhaupt verwalten zu können sollte man für den Anfang in eine entsprechende Fahrzeugflotte investieren und sorgfältig die Ausstattung auswählen. In der Regel locken die Autohändler mit attraktiven Ausstattungspaketen sowie Zusatzgeräten wie der Satellitnavigation, die fabrikgemäß vom Wagenproduzenten eingebaut wurde. Noch vor kurzem wurden Geräte die von Motorisierungskonzernen fabrikgemäß eingebaut wurden als Sonderbeilage angesehen. Ganz verständlich, wenn man die erheblichen Kostenzuschläge in den Autosalons unter Betracht nimmt. Man konnte problemlos bekannte Flottenmodelle der mittleren Klasse finden in denen man für ein anständiges Navigationssystem bis zu 10 Tausend Zloty bezahlen musste. Manchmal auch mehr. Leider hatte der hohe Preis nicht immer die hohe Qualität garantiert. Man hatte die Qualität der Landkarten (nicht immer auf dem aktuellen Stand), die Aktualisierungsbedingungen sowie die begrenzte Funktionalität der Geräte, die oft schlechter waren als die von Supermarkt, bemängelt.

Zum Glück sind diese Zeiten vorbei, Die Ausstattung der bekannten Wagen ist sichtlich billiger und die Funktionalität besser geworden, was sich auf den Komfort und die Effizienz der Arbeit der Fahrer auswirkt. Es gab auch einen wesentlichen Fortschritt bei den digitalen Landkarten. Hier haben internationale Lieferanten wie Here oder TomTom die vor einigen Jahren sichtbare Distanz zu den Lösungen polnischer Unternehmen (Emapa, Geosystems oder Imagis) schnell eingeholt. Heute erscheinen die größten Straßeninvestitionen fast auf allen Navigationen gleichzeitig was nicht ohne Einfluss auf die Qualität der Wegmarkierung und des effektiven Wegweisen ist. Die Navigation weist nämlich nur so gut wie gut die Landkarten sind.

Kosten. Es ist heute nicht mehr so teuer.

Natürlich sind beim Kauf eines Navigationssystems die Kosten äußerst wichtig. Die Navigation kostet heute nicht mehr so viel. Man kann beim Kauf eines Neuwagen direkt die Navi als Standardzubehör bestellen. Das sind meistens Kosten in Höhe von 2000 Zloty abwärts. Immer öfter werden Navigationssets als Standardausstattung – und das nicht nur im Luxus- oder Mittelsegment sondern auch schon bei einfachen Modellen angeboten. Des Weiteren wird der Zugriff auf die laufende Aktualisierung der Verkehrsdichte einfacher gemacht. Mit anderen Worten, der Navigator führt endlich mit Berücksichtigung der Staus, Bauarbeiten und anderen Hindernissen. Dies bedeutet reale Zeit- und Treibstoffersparnisse. Zwar steht die Fabriknavigation in Fahrzeugen der Navigation in den Smartphones, wenn es um die Qualität und die Menge der Daten sowie die Häufigkeit der Informationsaktualisierung geht, immer noch nach, doch man kann einen deutlichen Fortschritt erkennen. Ein Fahrer der nur auf seiner Standardnavigation basiert ist nicht mehr so hilflos wie noch vor ein paar Jahren.

Ähnlich ist es bei LKW- und Lieferwagenfahrern. Von Jahr zu Jahr verbessert sich das Angebot an Geräten, das an spezialisierte Berufsgruppen adressiert ist. Auch wenn die im Armaturenbrett angebrachte Navi schwach ist, kann man sie immer in ein Gerät eines renommierten Produzenten wie z.B. Becker, Garmin oder TomTom auswechseln. Die Ausstattung wird meistens von Autohändlern angeboten, so dass man mit einer professionellen Montage (damit die Garantie erhalten bleibt) und eine bessere Integrierung des Gerätes mit der Autoelektrik rechnen kann. Dies ist nicht alles.

Lösungen für Profis.

Geräte die für den Schwertransport gedacht sind dienen der Bedürfnisse der Berufsfahrer. Die Bezeichnung „Truck” dieser Geräte ist keine Flause oder Marketingeingriff. Die Routen werden unter Berücksichtigung solcher wichtiger Wagenparameter (Achsenzahl, Tonnage, Größe, Lieferung einer gefährlichen Fracht) sowie der lokalen Einschränkungen (z.B. Einfahrt in die Stadt nur nach Erhalt einer Erlaubnis, wie C16 in Warschau) festgelegt. Die Landkarte muss andere Daten, die für PKWs nicht geeignet sind, beinhalten (Tonnage-, Höhen-, oder Breitebeschränkungen der Unterführungen und Brücken). Es wundert also nicht, dass Spezialisten der Unternehmen wie Here oder TomTom tagtäglich eine Unmenge von Arbeit ausführen indem sie die Höhe und Breite der Unterführungen, Überführungen, Brücken messen und dabei die Daten über die erlaubte Tonnage in Betracht ziehen. Dank ihrer Arbeit kann der Fahrer sicher gehen, dass er ohne Bedenken mit seinem LKW der festgelegten Route folgen kann.

„Für einen LKW-Fahrer ist die Information über die Wegneigung im Winter oder Einfahrtsverbote und Begrenzungen bezüglich der Tonnage oder der Höhe wichtig. Der Fahrer eines hohen Busses ist daran interessiert zu erfahren wie er am schnellsten zum Hotel gelangt und wo er dort eine Parkmöglichkeit findet. Für viele Berufsfahrer ist es von Bedeutung Informationen über die Fracht von gefährlichen Gütern (so genannte ADR) zu bekommen” – meint Merek Krygier, Eastern Europe Manager der Navigationsmarke Becker.

Es sollte nicht wundern, dass Geräte, die für Bus-, LKW-, Lieferwagen- oder sogar Wohnmobilfahrer gedacht sind, teurer ausfallen als universelle Navigationsmodelle. Verschiedenen Schätzungen nach, ist allein die Vorbereitung der Informationszusammenstellung um mehrere Zehntel Euro teurer als im Fall von Landkarten für PKW- oder Motorradfahrer. Einfluss darauf hat auch die Tatsache, dass ein ganz anderer Algorithmus zur Wegweisung (mit Berücksichtigung der Daten über die Verkehrsdichte) erstellt werden muss. Deshalb sollte es niemanden wundern, dass Lösungen wie Becker Transit 70 LMU oder TomTom PRO 5150 Truck Live wesentlich teurer als „normale” Versionen für PKW-Fahrer sind.

Jedes Gewerbe findet sein geeignetes Navigationsset.

Die Person, die für den Kauf und die Auswahl der Flottenwagenausstattung verantwortlich ist, sollte die Spezifität der Arbeit der Fahrer unter Betracht ziehen. Es ist also bei einer Navigation von Wesen wie die Routen markiert und optimiert werden. Insbesondere betrifft das Berufsgruppen wie Kuriere, Servicemitarbeiter oder Handelsvertreter, die an einem Tag viele Orte besuchen müssen. Sie brauchen eine ganz andere Lösung als Langdistanz-LKW-Fahrer, die die Fracht von A zu B transportieren müssen.

„Eine andere Art der Systeme, die von Unternehmen inihrer Flotte genutzt werden, sind allerlei GPS-Navigationen mit zusätzlichen Funktionen, die nicht nur dabei helfen ans Ziel zu gelangen, sondern dabei auch Kosten sparen und Staus vermeiden. Es existieren bereits Systeme, die solch eine Multi-Point-Fahrt planen, mit Berücksichtigung der Entfernung zwischen den Punkten, der Verkehrssituation, der Zeit, die an den entsprechenden Punkten verbracht werden muss sowie der Zeitspanne die man braucht um ans Ziel zu kommen. Als Beispiel kann die Dienstleistung des Handelsvertreter, die bei NaviExpert erhältlich ist, dienen. Solche Lösungen werden sowohl von Unternehmen die Kuriere, Servicemitarbeiter oder Handelsvertreter beschäftigwn, die den ganzen Tag damit beschäftigt sind Kunden zu besuchen sowie Fahrer, die nur wenige Punkte am Tag besuchen müssen, geschätzt” – erklärt Adam Bąkowski, der Vorstandsvorsitzende der NaviExpert.

 

Nicht nur eine Mitarbeiterkontrolle

Man sollte auf das Problem der richtigen Streckenmarkierung und deren Optimierung von einer ganz anderen Perspektive schauen: nämlich der Mitarbeiterverwaltung. Immer öfter sind Unternehmen an Lösungen interessiert, die einen besseren Kontakt mit dem Mitarbeiter, der unterwegs ist, erlauben (um bequem und sicher neue Aufgaben oder Dokumente zu versenden) und die Überwachung mit den dazu nötigen Werkzeugen zur Prüfung der Ausführung der Dienstpflichten ermöglichen. Hier helfen solche einfallsreiche Projekte wie TomTomBridge (die Verbindung einer Navigation mit dem Kommunikationsterminal und einer offenen Programmierungsplattform, dank derer Bauträger ihre APPs an das Gerät anpassen können). Dergleichen wird die Navigation zum Nachrichtenübermittlungszentrum zwischen dem Fahrer und dem Verkehrsleiter und gleichzeitig gilt es der Überwachung. Das Produkt öffnet alle Türen zur weiteren Anwendung bei Rücksicht auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Unternehmen.

„ GPS wir heute nicht nur zur Überwachung der von den Mitarbeitern zurückgelegten Strecken, genutzt. Dank APPs die z.B. an das Ende der Versicherungspolice oder den TÜV erinnern hilft es auch die Wagenflotte zu verwalten. Dank Berichten, wie u.a. „Maximale Geschwindigkeit” können wir auf die Sicherheit der Mitarbeiter oder die Änderung des Fahrverhalten Einfluss haben. Das GPS-System gibt dem Nutzer viele Zusatzoptionen, die oft an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden können” – erklärt Dominika Włodarczyk, Mitarbeiter bei Gannet Guard Systems.

Nicht zu überschätzen sind hier die Sicherheitsgründe und das für beide Seiten, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Äußerst wichtig ist die Gewissheit, dass wenn es zu einem Unfall oder einer Panne kommen sollte, die Hilfe schneller und gut vorbereitet ankommt. Dank der Möglichkeit einer präzisen Lokalisierung wachsen die Chancen auf eine fähige Intervention und dergleichen auf die medizinische Hilfeleistung oder der Einlieferung ins Krankenhaus, nach einem Unfall. Nach einer Panne ist der Ausfall des Wagens oft kürzer.

Leider werden Überwachungssysteme von den Mitarbeitern nicht immer positiv beurteilt. Bei GPS-Sets denken sie meistens an die Vertrauensfrage, übertriebene Kontrolle oder an einen „elektronischen Maulkorb”. Der Flottenmanager muss somit die Mitarbeiter von den eingeführten Neuheiten überzeugen. Hilfreich können Lösungen sein, die einen Wettbewerb zwischen den Mitarbeitern auslösen und gleichzeitig die Mitarbeiter motivieren.

„ Natürlich wollen die Flottenmanager vor allem die Schäden der Flotte begrenzen sowie etwaige unnötige Ausfälle eliminieren. Auch die Senkung der Treibstoff- und Servicekosten (eine fliesende Fahrtweise hat seinen Einfluss auf den Verbrauch der Nutzungsteile) ist wichtig. Wie kann man das erreichen? Es gibt verschiedene Motivationssysteme, die auf Belohnung und Strafe basieren. Beachtenswert sind Lösungen, die den Wettbewerb auslösen, was sich nicht nur auf die Ökonomie sondern auch auf die höhere Sicherheit der Fahrer und der Flotte auswirkt” – meint Marcin Brysiak, der Urheber und Gründer der forDrivers.

Dienstleistung so gut wie der Service

Ein Kapitel für sich ist die Wahl eines entsprechenden Dienstleistungs- und Ausstattungslieferanten. Für einen Manager sollten nicht nur die Kosten oder die Funktionalität wichtig sein. Wesentlich sind auch technische Fragen, verbunden mit der Leichtigkeit einer Anpassung der Überwachungslösungen an den Wagen. Eine komplizierte und lange Montage bedeutet für das Unternehmen zusätzliche Kosten. Ähnlich wie die Prozedur bei einem Ausfall des Systems. Je länger die Wartezeit auf die Servicemitarbeiter und die Problemlösung, desto größer das Risiko der Verluste oder sogar der Vertragseinhaltungsstrafen, z.B. im Fall von Lieferdienstleistungen die auf konkreten Terminen basieren.

„Es sind momentan über 200 Telematikunternehmen, die ihre Dienstleistungen anbieten, in Polen tätig. Nicht alle Unternehmen werden die Chance haben das wachsende Marktpotential zu verspüren. Die Konsolidierung der größten Marktspieler M2M oder die wachsende Wahrnehmung der Nutzer wird die Hervorhebung der besten Systeme verursachen. In der nächsten Zukunft können wir mit der Verbindung weiterer Telematikunternehmen rechnen” – erklärt Mateusz Gniewiek, Mitarbeiter der Rikaline.

 

Quelle: //connectedlifemagazine.pl

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