Letzes Jahr wurden in der Woiwodschaft Lublin 145 Fahrzeuge gestohlen. Welche Marken mögen die Diebe?

awojcieszek
13 Februar 2015
Letzes Jahr wurden in der Woiwodschaft Lublin 145 Fahrzeuge gestohlen. Welche Marken mögen die Diebe?

Eine unscheinbare Garage, Scheune oder ein Schuppen hinter dem Haus – dies sind die Zerlegplätze der Diebe. Im Jahr 2014 wurden in der Woiwodschaft Lublin 145 Fahrzeuge gestohlen, davon  in Lublin selbst – 56 Stück.

Ein Autodiebstahl ist eine Prozedur die vorab im aller kleinsten Detail vorbereitet wird. Nur Anfänger klauen einen Wagen und parken ihn in der eigenen Nachbarschaft. Profis, mit denen wir meistens zu tun haben, schätzen ihre Sicherheit und minimalisieren das Risiko eines Reinfalls. Nach dem Diebstahl gelangt das Fahrzeug für einige Zeit auf einen Parkplatz (manchmal sogar bewacht) oder in eine Garage, die vorab von der Verbrechergruppe ausgewählt wurden. Die Diebe lassen dort das Auto zum „Abkühlen”.

Für die Verlagerung des Autos vom Diebstahlplatz zum im Vorhinein ausgewählten Parkplatz oder der Garage ist ein so genannter Transporter zuständig. Als nächstes wird das Auto einige Tage stehen gelassen und überwacht, für den Fall, dass in ihm ein fortgeschrittener Alarm verbunden mit einem Lokalisierungssystem montiert worden ist.

Die Diebe wissen, dass Lokalisierungsdienstleistungen immer mehr gefragt sind und versuchen das Ortungsrisiko aus der Welt zu schaffen. Deshalb wenden sie allgemein GPS-GSM-Signalstörer an, die die meisten Überwachungssysteme außer Betrieb setzen – sagt Mirosław Marianowski, Mitarbeiter bei Gannet Guard System, die sich mit der Ortung und dem wiederfinden von gestohlenen Objekten beschäftigt.

Nach dem der Wagen „abgekühlt” ist landet er in einer Zerleghalle. Das ist der Ort, an dem es in Einzelteile zerlegt oder zum Weiterverkauf vorbereitet wird, u.a. durch die Änderung von Seriennummern. Die Zerleghalle muss von außen unscheinbar sein, da sie die Aufmerksamkeit von Fremden, inklusive der Polizei, nicht auf sich ziehen soll.

Die Zerlegorte können auf Grossstadtsiedlungen platziert werden, meistens in einer von vielen, nebeneinander stehenden Garagen. Manchmal landen die Fahrzeuge in Autowerkstätten. Im Raum Lublin landen die Autos meistens auf dem Lande – die Rolle der Zerleghalle nehmen allerlei Landwirtschaftsreume ein. Es handelt es sich um hölzerne oder gemauerte Scheunen, Garagen oder sogar Schweineställen – fügt Marianowski hinzu.

In solch einer Zerleghalle gibt es eine professionelle Arbeitsaufteilung. Fachleute, die sich mit der Demontage beschäftigen, arbeiten meistens allein oder in Mehrpersonenteams. Sie verfügen über professionelle Ausstattung, die Räume selbst sich gut beleuchtet, damit die Arbeit effizient ist – sagt Marianowski. Meistens gibt es keine Fenster, um neugierige Nachbarn am dem hineinschauen zu hindern.  Trotzdem werden die meisten Zerleghallen anhand von anonymen Informationen von der Polizei aufgelauert.

Quelle: //www.dziennikwschodni.pl

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