Wo landen die gestohlenen Fahrzeuge nach dem Diebstahl – die interessantesten Zerlegplätze

awojcieszek
21 Januar 2015
Wo landen die gestohlenen Fahrzeuge nach dem Diebstahl – die interessantesten Zerlegplätze

Autodiebe handeln immer schneller und effektiver, sie sind mit neuesten Systemen ausgestattet, die jede Sicherung aufheben können, doch eines bleibt unverändert – die gestohlenen Fahrzeuge landen erst in einer so genannten Zerleghalle. Doch auch hier erweisen sich die „Profis” immer einfallsreicher.

Aus den Angaben der Polizei geht hervor, dass 2014 ein Rückgang an Autodiebesfällen notiert wurde. 2013 wurden fast 15,5 Tausend Diebesfälle von PKWs gemeldet, während es 2014 – 14,1 Tausend waren. Es verschwinden von den Straßen am häufigsten der Volkswagen Golf und der Passat sowie der Audi – A4 und A6. Unter den ersten zehn waren auch der Audi A3, der Volkswagen Touran, der Ford Mondeo, der Honda Civic und der Toyota Corolla. Wo landen die Autos, die ungeplant ihren „Besitzer” wechseln?

Ein Autodiebstahl ist eine Prozedur die von Profis vorab im allerkleinsten Detail vorbereitet wird. Nur Anfänger klauen einen Wagen und parken ihn in der eigenen Nachbarschaft oder bei Bekannten.

Nach dem Diebstahl gelangt das Fahrzeug für einige Zeit an einen Ort zum „Durchlüften”. Meistens handelt es sich um einen Parkplatz an einem Ausfahrtweg aus der Stadt oder in eine Garage, die vorab von der Verbrechergruppe ausgewählt wurden. Als nächstes wird das Auto stehen gelassen und überwacht, für den Fall, dass in ihm ein fortgeschrittener Alarm verbunden mit einem Lokalisierungssystem montiert wurde oder sich erweisen sollte, dass das Auto jemanden gehört, der unpassend für die Interessen der Diebe ist.

Die Diebe wissen, dass Lokalisierungsdienstleistungen immer mehr gefragt sind und versuchen das Ortungsrisiko aus der Welt zu schaffen. Deshalb wenden sie allgemein GPS-GSM-Signalstörer an, die die meisten Überwachungssysteme außer Betrieb setzen – sagt Mirosław Marianowski, Mitarbeiter bei Gannet Guard System, die sich mit der Ortung und dem wiederfinden von gestohlenen Objekten beschäftigt.

Sollte sich, aus dem Blickpunkt der Diebe, niemand verdächtiger für den Wagen interessieren wird das Fahrzeug in eine Zerleghalle verlagert. Das ist der Ort, an dem, abhängig von der Bestimmung, das Auto in Einzelteile zerlegt oder zum Weiterverkauf vorbereitet wird, u.a. durch die Änderung von Seriennummern. Die Zerleghalle muss von außen unscheinbar sein, da sie die Aufmerksamkeit von Fremden, inklusive der Polizei, nicht auf sich ziehen soll.

Zerleghallen werden an verschiedenen Orten organisiert. Sie können auf Großstadtsiedlungen platziert werden, meistens in einer von vielen, nebeneinander stehenden Garagen. Solch ein Ort sticht nicht hervor.  Manchmal landen die Fahrzeuge in Räumen einer offiziellen Autowerkstatt.

Vor einigen Jahren haben wir eine gestohlene Maschine in einer Werkstatt in einem Warschauer Vorort geortet. Die Situation war ziemlich lustig, weil die acht an Ort weilenden Herren über den Besuch unserer Mannschaft, im Beisein der Polizei, dermaßen überrascht waren, dass sie nicht in der Lage waren ihre Anwesenheit zu erklären. Einer der Herren, in Flip-Flops, erläuterte, er wäre aus Posen gekommen um Erdbeeren zu pflücken und nicht wisse warum er von der Polizei befragt werde – erzählt Mirosław Marianowski, Mitarbeiter bei Gannet Guard Systems.

Außerhalb von Städten übernehmen oft Landwirtschaftsräume die Rolle der Zerleghallen. Es handelt sich hier um hölzerne oder gemauerte  Scheunen, Garagen oder Schweineställen.

Es gibt Zerleghallen, die spezialisiert sind, das bedeutet es arbeiten dort Fachleute, die sich einzeln oder in Mehrpersonenteams mit der Demontage der geklauten Autos in Einzelteile beschäftigen. Die Räume selbst sich gut beleuchtet, damit die Arbeit effizient ist. Meistens gibt es keine Fenster, um neugierige Nachbarn am dem hineinschauen zu hindern.  Manche Zerleghallen sind mit Störern ausgestattet um eine Lokalisierung des gestohlenen Fahrzeugs zu vermeiden.

Quelle: //moto.onet.pl

 

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